All ripped – der Weg zum Minimalismus

All ripped – der Weg zum Minimalismus. Ich habe mir Ende letzten Jahres viele Gedanken über das Thema Minimalismus gemacht. Im Zuge einer Challenge habe ich mich selbst dem Thema ein bisschen angenähert und versucht meinen Kleiderschrank mehr wert zu schätzen.

Das Ganze war doch ein anstrengenderes Unterfangen als ich ursprünglich angenommen hatte. Einen Monat lang nur Sachen aus meinem Kleiderschrank zu nehmen und nicht neues zu kaufen. Da ich unendlich viele Klamotten besitze, hat mich die große Auswahl einfach überfordert. Zudem bin ich ein Gefühls-Shopper. Ich kaufe neue Teile ein, wenn ich mit meinem Gemütszustand nicht so ganz im reinen bin. Wie ihr in meinem Jahresrückblick entnehmen könnt, habe ich ich 2017 sehr viel einkauft.

Destroyed Look

Im Zuge diesen Monats ist mir erst richtig aufgefallen, wie viel ich doch habe und das ich die Hälfte meiner Klamotten nicht mehr trage. Also ging es ans Ausmisten, jedoch habe ich mich von vielen Teilen einfach nicht trennen können.

Nach meinem letzten Arbeitstag bei meinem alten Arbeitgeber, es ist immer noch komisch das ich am Montag nicht einfach wieder an meinen gewohnten Platz sitzen werden, und der Reise nach New York hat es mich gepackt. Ich bin Nachts aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Ich hatte das Gefühl von meinen ganzen Klamotten, Büchern und Papieren erdrückt zu werden. In meinem Kopf habe ich bereits alles ausgemistet was ich nicht mehr brauche.

Am nächsten Morgen ging es dann los, hoch Motiviert bin ich durch meine ganzen Klamotten gegangen und hab mich von meinen Sachen getrennt. Ich bin diesmal viel Strenger mit mir umgegangen als bei den bisherigen Ausmiste-Aktionen. Zum Teil habe ich mich von Teilen getrennt, die ich immer noch schön finde, aber sie einfach nicht mehr zu mir passen. Was ich länger als in Jahr nicht getragen habe kam weg. Es war überraschend viel. Es stehen nun vier Säcke in meinem Keller, die ich zur Diakonie bringen werde, sobald mein Mann auch ausgemistet hat.

Komischerweise kann ich mich von Büchern schwerer trennen als von meinen Klamotten. Ich habe eine große Kiste gepackt die erstmal zu meiner Mutter und meiner Tante geht. Wenn ihnen die Bücher gefallen, sollen sie sie nehmen. Die restlichen Bücher kommen in die offenen Bibliotheken hier in Karlsruhe. Ich schländer des öfteren daran vorbei und finde den ein oder anderen Schatz. Es lohnt sich also immer einen Blick in die Boxen zu werfen.

Street Style

Jetzt besitze ich nur noch die Bücher, die ich nochmal lesen würde und Klamotten die ich gerne und oft trage. Es fühlt sich gut an und ich habe das Gefühl mich von ein bisschen Balast getrennt zu haben.

Auf Netflix habe ich mir nach dem Ausmisten die Dokumentation über Minimalismus angeschaut und festgestellt, ich bin immer noch ein Sammler, ich habe immer noch zu viel aber es ist ok für mich. Für mich habe ich einen Weg gefunden, mit dem ich mich wohler fühle. Würde ich mit vier Shirts, zwei Hosen und drei Pullis klar kommen? Bestimmt! Möchte ich das? Nein.

Street Style – ripped Jeans
Street Style

Mein Ziel ist, mein Bewusstsein für das was ich habe zu bewahren und nicht in jedem Sale zu shoppen, nur weil es billiger ist. Ob ich es schaffe, dass weiß ich nicht. Es wird bestimmt das ein oder andere Teil geben, dass unbedingt mit muss. Aber das ist ok, solange ich nicht mehr in Massen shoppe und mich danach nur über mich selbst ärgere dass ich wieder Geld für das vierte schwarze Shirt ausgegeben habe. Lieber reise ich mit meinem Mann irgendwo hin.

Ripped Sweater – Details
Ripped Jeans – Details
All ripped – der Weg zum Minimalismus

3 Kommentare bei „All ripped – der Weg zum Minimalismus“

  1. Hallo Liebe Nadine!

    Ein super Beitrag, ich glaube wir sollten uns das alle irgendwie zu Herzen nehmen! Überfluss ist nicht immer super, ich selbst möchte mich mehr mit dem Thema: Minimalismus auseinander setzen – mal schauen ob das klappt :p
    Du sieht mal wieder fantastisch aus!

    Liebe Grüße
    Katrin
    http://www.octobreinparis.de

    1. NadineFrancine sagt: Antworten

      Vielen Dank Katrin für deine lieben Worte! Drück dir Daumen und freue mich schon darüber zu lesen 🙂

      Liebe Grüße,

      Nadine

  2. […] nicht zur Gewohnheit gehört hat, ist das doch etwas schwerer als Gedacht. Zudem versuche ich auch gezielter Einzukaufen und nicht in meine alten Wege des „Bulimie-Shoppens“ zu verfallen. Gestern im H&M […]

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