Driving around Iceland

Werbung – Leider wurden wir nicht dafür bezahlt auf den Camping Plätzen zu schlafen. Wir haben auf Island alles selbst bezahlt.

Wir haben insgesamt drei Wochen auf Island verbracht. In dieser Zeit haben wir auf vielen verschiedenen Camping Plätzen geschlafen und sind auf der ein oder anderen Straßen gefahren. In diesem Beitrag findest du alle Infos zu unseren Campingplätzen mit jeweiliger Verlinkung und auf welche Art von Straßen du in Island stoßen wirst.

Unser Camper Strongson

Ich kann kein Beitrag über unseren Island-Urlaub schreiben, ohne unser kleines Zuhause zu erwähnen. Wir haben über Nordic Camper einen kleiner Camper gebucht. Vorne hatten wir zwei Sitze, eine kleine Ablagefläche über unseren Köpfen und hinten eine Sitzbank, welche wir dauerhaft als Bett aufgestellt hatten. Neben unserem „Bett“ gab es eine kleine Arbeitsfläche mit Waschbecken und Platz für eine Kiste. In der Kiste war alles, was wir täglich gebraucht haben.

Für den Wasserhahn hatten wir unter der Arbeitsplatte einen kleinen Wasserkanister, welchen wir immer wieder aufgefüllt hatten.

Unter unserem Bett hatten wir noch zwei Kästen, in welchen wir unsere Rücksäcke und Einkäufe gelagert hatten.

Gekostet hat uns der Camper für drei Wochen mit zwei Fahrern: ca. 2.200€

Campen in Island

Was wir alles genau in Island gesehen haben, findest du hier.

Travelling around Iceland

Camping

Die Kosten für Campingplätze variieren von Ort zu Ort zwischen 15€ – 40€ pro Nacht.

Wenn es keine Rezeption gibt, kommen Abends meist Angestellte direkt zu dir ans Zelt/ Camper und du kannst direkt bezahlen. Bis auf ein, zwei Mal konnten wir auch immer mit Karte zahlen.

Camping im Süden

ÁRHÚS – Camping (Hella)

Unser erster Campingplatz in Island hat uns positiv überrascht. Es ist ein schöner Campingplatz mit einer großen ebenen Wiese. Bäume bieten einen guten Wind- und Sichtschutz und teilen den Campingplatz in verschiedene „Abteilungen“ auf.

Die Ausstattung ist gut, es gibt zwei Duschen und zwei Klos (männlich/ weiblich). Die Duschen haben eigentlich heißes Wasser. Hier musst du Glück haben, wenn du spät am Abend duschst, wird das warme Wasser immer weniger.

Zudem hat der Campingplatz einen separaten Aufenthaltsraum mit zwei Kochplatten und mehreren Tischen. Bei schlechtem Wetter ein guter Platz zum Essen und den Abend ausklingen lassen.

Skógar Campsite

Der Campingplatz befindet sich direkt neben dem Wasserfall Skogafoss. Zum einen eine tolle Location und zum anderen eine reine Abzocke. Den Preis habe ich leider nicht mehr ganz im Kopf aber was ihr dafür bekommt, ist echt wenig. Man zahlt also für die Aussicht.

Für Zelte gibt es eine große Wiese, über welche die ganzen Touristen laufen um zum Wasserfall zu kommen. Die Camper müssen auf dem normalen Parkplatz parken, wie auch alle anderen Besucher. Im Laufe des Abends kommt jmd. vorbei uns sammelt das Geld für den Campingplatz ein.

Es gibt zwei Klo-Kabinen (getrennt nach Geschlechtern), eine Dusche und zwei Waschbecken. Wenn du warm duschen möchtest, kostet das extra. Die Klos und auch die Dusche können von allen Skogafoss-Besuchern benutzt werden.

Warum lohnt sich der Campingplatz? Wenn du früh wach bist, bist du fast der einzige am Wasserfall und du kannst du Wanderung am frühen morgen ohne die ganzen Tour-Busse machen.

Alles über unsere Zeit im Süden Islands, findest du hier:

Islands Südenhttp://justfleur.de/islands-sueden/

Camping in der Eiswelt des Südens

Sveitarfélagið Hornafjörður Camping 

Schöner Campingplatz mit großen Flächen für Zelte und Camper direkt neben einer Pferdeweide. Leider nicht windgeschützt. Eine Hütte mit 4 Klos (nach Geschlechtern getrennt) auf dem oberen Teil vom Campingplatz und weitere Klos auf dem unteren Teil des Campingplatzes.

4 Duschen inkl. warmen Wasser und großer Aufenthaltsraum mit Küche.

Campen in Skaftafell

Campen am Diamond Beach

Ein Abend haben wir direkt am Diamond Beach geschlafen. Hier gibt es keinen richtigen Campingplatz, nur den Parkplatz vom Strand an sich. Es war das einzige Mal, dass wir wild gecamped haben und es war wunderschön.

Unseren Camper haben wir so aufgestellt, dass wir einen tollen Blick auf das Meer hatten, wer möchte hier nicht übernachten. Wir waren auch nicht die einzigen. Anfangs war ich etwas nervös, da ich mich eigentlich immer an Regeln halte, nachgelassen hat es, als neben uns noch ca. 20 weitere Camper hier die Nacht verbracht haben.

Für Zelte ist der Parkplatz jedoch nicht ausgelegt, da der Boden nur aus Steinen besteht.

Auf der Gegenüberliegenden Seite am Visitor Center gibt es Klohäuser die 24/7 geöffnet sind. Hier musst du ca. 10 Minuten einplanen um zu Klo zu kommen.

Camping at Diamond Beach

Camping im Osten

Eyjolfsstadir  Camping

Der Campingplatz in Eyjolfsstadir ist ein schöner, windgeschützter Platz mitten im Hochland. Eine kleine Schotterstraße führt dich direkt an dem Campingplatz. Auch wenn die Steigung am Anfang erschreckend aussieht, unser kleiner Strongson hat sie auch geschafft.

Die Besitzerin war super freundlich und der Campingplatz ist mit WLAN ausgestattet. Es gibt 4 Klos und 2 Duschen. Die Duschabteilungen sind sehr großzügig ausgebaut und warm. Zudem gibt es eine kleine Küchenzeile. Einen Aufenthaltsraum gibt es nicht.

Dieser Campingplatz gehört zu meinen liebsten Campingplätzen in Island.

Egilsstaðir

Der Campingplatz war bis jetzt der vollste Campingplatz in Island.  Er hat 5 Klos und drei Duschen mit warmen Wasser, getrennt nach Geschlechtern.

Es gibt einen Aufenthaltsraum und Waschmaschinen. Eine Kochmöglichkeit gibt es leider nur draußen und meisten besetzt. Die Stellplätze sind eben und durch Bäume auch windgeschützt. Im großen und Ganzen ein guter Campingplatz.

Camping in Seydisfjördur

Wir haben beschlossen eine Nacht in Seydisfjördur zu übernachten, um am nächsten Morgen direkt die Stadt erkunden zu können und anschließend unsere Reise in Richtung Nord-Westen zu starten.

Angekommen am Campingplatz waren wir beide gleich sehr enttäuscht. Er war mit unter einer der teuersten Campingplätze Islands und bestand aus zwei großen Parkplätzen, auf denen man direkt neben anderen Campern parkt. Ca. 200m Entfernt war ein großer Aufenthaltsraum mit Küche und Bädern. Es gab jeweils 3 Klos und 2 Duschen pro Geschlecht und alles sauber.

Der Campingplatz ist aus meiner Sicht nicht dafür geeignet mehr als eine Nacht zu verbringen. Die eine Nacht auch nur, wenn man unbedingt muss. Im Nachhinein würde ich hier nicht noch einmal schlafen wollen.

Camping im Nord-Westen

Myvatn

Der „Vogar Travel Service“ war einer meiner liebsten Campingplätze in Island. Er hat eine große Wiese für Zelte und Camper. Zudem kann man die Camper auch noch um die Cottages aufstellen.

Es gibt einen großen Aufenthaltsraum mit großer Küche und jeweils Bäder nach Geschlechtern getrennt. Neben den Bädern im Haupthaus gibt es ein neues Häuschen mit drei Klos und zwei Duschen. Warmes Wasser inklusive und einer der besten Duschen Islands.

Der Campingplatz ist relativ teuer, jedoch im Vergleich zu manch anderen Campingplätzen in Island jeden Cent wert.

Camping Myvatn

An unserem letzten Abend in Myvatn wollten wir den zweiten Campingplatz ausprobieren, um einen Vergleich zu ziehen.

Fazit: Hätten wir es doch mal lieber sein lassen.

Die Wiese, auf denen man sein Camper abstellen kann ist super uneben und ein Camper steht direkt neben dem anderen. Wir sind sehr spät angekommen und hatten Schwierigkeiten überhaupt noch einen Platz zu finden. Der Campingplatz ist unbeleuchtet und man findet sich sehr schwer zurecht.

Es gibt ein großes „Waschhaus“, in welchem die Duschen und Klos sind (unisex). Das Wasser schmeckt nach Schwefel und ich habe mich auf dem Campingplatz absolut nicht wohl gefühlt.

Also wenn in Myvatn, dann würde ich dir empfehlen auf den anderen Campingplatz zu gehen.

Campen am Dettifoss

Diesen Campingplatz haben wir spontan gefunden, da die Kondition der Straße so schlecht war, dass wir nicht zu unserem ursprünglichen Ziel gefahren sind.

Der Campingplatz besteht aus einer großen Wiesen neben einer Scheune. In der Scheune befindet sich der Aufenthaltsraum mit Küche. Daneben gibt es ein Häuschen mit zwei Klos und einer Dusche.

Bezahlen tut man direkt bei der Besitzerin, einer alten Dame die im Haupthaus wohnt. Einfach klingeln und bezahlen. Hier ist nur Barzahlung möglich.

Ein schöner und vor allem auch gemütlicher Campingplatz.

Aufenthaltsraum

Camping im Westen

Camping in Drangsnes

Wir haben den Campingplatz wegen der Nähe zu den HotBath ausgesucht und wir wurden positiv überrascht. Der Campingplatz besteht aus zwei großen Rasenflächen, welche eben und windgeschützt sind.

Es gibt einen großen Aufenthaltsraum, in welchem auch direkt die Duschen und Klos sind. Leider gibt es hier keine Küche. Von der Ausstattung her ist es nicht der beste Campingplatz aber es gibt warmes Wasser und er ist sauber.

Camping in Ísafjörður

Der Campingplatz Tunguskogur liegt neben Ísafjörður an einem kleinen Wasserfall und besteht aus mehreren Rasenflächen. Die Flächen sind eben und von Bäumen geschützt. Es gibt einen schönen Aufenthaltsraum mit Küche und Sitzgelegenheiten. Nebenan sind direkt die Badehäuser getrennt nach Geschlechtern.

Der Campingplatz ist sehr sauber und lag perfekt auf unserer Route

Camping in Reykjavik & Golden Circle

Schlafen in Reykjavik

Aufgrund von unserer Tour nach Landmannalaugar mussten wir eine Nacht direkt in Reykjavik schlafen. Angekommen, habe ich direkt unwohl gefühlt.

Der Campingplatz besteht auch wieder aus verschiedenen Wiesen, diese sind jedoch für Zelte reserviert. Mit einem Camper musst du auf den Kiesflächen stehen. Das sind leider nur einzelne Parkplätze nebeneinander. Von einem einem gemütlichen Campingplatz hatte es nichts.

Die Ausstattung war gut und es gab, aufgrund der Größe, auch ausreichend Klos, Duschen und ein großer Raum zum kochen.

Schlafen am Golden Circle

Am Anfang des Golden Circle haben wir auf dem Mosskogar Camping geschlafen.

Der Campingplatz war super aufgebaut. Die Plätze waren alle nummeriert und jeder Camper hat einen eigenen Platz bekommen.

Es gibt ein reisen Gewächshaus, in welchem du kochen und essen kannst. Leider gibt es nur zwei Klos und zwei Duschen für den ganzen Campingplatz. Am Morgen musst du dich also auf eine lange Wartezeit einstellen. Aufgrund der Circle-Nähe ist der Campingplatz auch gut besucht.

Die Duschen sind Freilichtduschen, also ohne Dach aber mit warmen Wasser. Da es arg kalt war, haben wir uns nicht in die Freilichtdusche getraut.

Mitte des Golden Circle

In der Mitte vom Golden Circle haben wir Flúðir geschlafen. Der schmutzigste Campingplatz auf dem wir waren. Er ist super groß und man kann sich gut gut von anderen Menschen „abschotten“ aber die Duschen/Klos sind einfach super schmutzig. Leider mussten wir hier duschen und ich habe mich die ganze Zeit geekelt.

Den Aufenthaltsraum und so haben wir uns danach nicht mehr angeschaut und haben unseren Strongson ausgekostet.

Am Strand und in Flughafen nähe

Unser letzter Campingplatz in Island war direkt am Strand und super schön. Der Campingplatz finanziert sich von spenden. Du kannst also so viel Zahlen, wie er dir Wert ist.

Er besteht aus einer großen Rasenfläche und einem Klohaus. Das Klohaus mit Dusche ist super sauber und es gibt eine kleine Küche.

Wir hatten einen tolle Zeit auf dem Campingplatz und konnten sogar Nachts noch die Wellen hören. Ein toller Campinglatz in der Nähe vom Flughafen.

Straßen

In Island gibt es verschiedene Arten von Straßen. Es gibt die N1, welches die Hauptstraße Islands ist. Diese zieht sich einmal komplett um die Insel und ist zu 90% asphaltiert. Daher wird sie auch Ringstraße genannt.

Neben der Ringstraße gibt es noch weitere Hauptstraße, welche entweder asphaltiert ist oder als Schotter Straße deklariert sind. Wie die Kondition der jeweiligen Straße ist, findest du auf den Karten immer eingezeichnet.

Die Nebenstraßen unterscheiden sich in Island nicht viel von der Hauptstraße. Auch diese kommen in zwei Varianten, einmal asphaltiert und einmal als Schotterstraße.

Sind Straßen als Schotter-Straßen deklariert, solltet ihr euch auf eine „isländische Massage“ einstellen. Die Straßen sind in schlechtem Zustand und haben zum Teil sehr viele und tiefe Schlaglöcher. Wir haben die meisten Schotter-Straßen mit 50km/h befahren und bei den Schlaglöchern wurden es dann auch mal der 2. Gang.

Auf meinem Instagram-Account habe ich in meinen Story-Highlight unter Islands Osten ein Video einer Schotterstraße.

Kleiner Fun-Fact: Nachdem wir einmal auf einer Schotter Straße im Osten fast stecken geblieben sind, haben wir unseren Camper Strongson getauft. Man muss dazu sagen, dass neben der Straße voll mit Schotter die Steigung von 16% nicht sehr hilfreich war.

Dann gibt es noch die F-Straßen. Diese Straßen sind nur für 4×4 Autos zugelassen. Du solltest dich an die Einschränkungen halten und nicht mit einem nicht zugelassenen Auto auf die Straße fahren. Die Gefahr, dass man hier stecken bleibt ist sehr groß.

Straßen in Island

Tanken

In Island gibt es drei verschiedene Tankstellen. Orkan, N1 und Ollis. Für Ollis (OB) hatten wir einen Rabatt durch unseren Camper und einen Kaffee umsonst. Die N1 ist am weitesten Verbreitet und fast überall zu finden. Auch wenn es nur eine Zapfsäule in der Mitte vom Nirgendwo ist. Die Tankstellen waren alle auf unserer Karte eingezeichnet.

Gezahlt wird in Island direkt an der Zapfsäule. Hierzu benötigst du eine Kreditkarte mit Pin. Einfach die Karte einstecken, falls Vorhanden den Rabatt-Anhänger scannen, und anschließend auswählen wie viel du tanken willst.

Driving around Iceland
Campen in Island

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