Wüstentour durch Marokko

Als wir beschlossen hatten nach Marokko zu fliegen, hatten wir anfänglich noch keinen Plan, was wir alles sehen wollten. Ursprünglich war der Plan nur in Marrakesch zu bleiben und von dort aus Tages-Trips zu machen. So sehr ich auch Städte Trips liebe, finde ich es in fremden Ländern immer schade, nur eine Stadt zu sehen. Am liebsten würde ich gleich das ganze Land bereisen. Wir fasten einen Kompromiss und nahmen Fes mit auf unsere Reiseliste. Zudem wollte ich unbedingt eine Wüstentour machen. Dies ließ sich also wunderbar miteinander verbinden.

Atlas Gebirge

Also ging die Suche los nach einer guten Verbindung bzw. einer Tour, dass wir auf dem Weg nach Fes noch was sehen konnten. Bei Get Your Guide sind wir dann fündig geworden. Wir haben schließlich eine 3-tägige Tour gebucht. Teil der Tour war das Atlas Gebirge und eine Nacht in einem Beduinen Camp in der Wüste und anschließend eine lange Fahrt nach Fes.

Atlas Mountains

Verlassen haben wir Marrakesch um 8 Uhr morgens und es ging für uns direkt in die Berge. Neben Serpentinen und engen Straßen konnten wir ab und zu anhalten um alles auf uns wirken zu lassen. Unser Fahrer war anfänglich ein bisschen verwundert, wo wir alles halten wollten. Wir lernten schnell, dass DIE eine Aussicht gleich um die Ecke von DER nächsten Aussicht übertrupft wird. Es war eine Fahrt voller Eindrücke und tollen Erinnerungen. Schade ist jedoch, dass so viel Müll am Rand der Straßen lag. Wir haben den ganzen ersten Tag im Gebrige verbracht und konnten uns vor Begeisterung kaum halten. Neben einzelnen Städten auf dem Weg haben wir auch eine Argan Oil „Fabrik“ besucht, in der uns gezeigt wurde, wie das Öl hergestellt wird und was man damit alles machen kann. Als es dann auch noch Zeit für den Sonnenuntergang war, musste wieder ein unplanmäßiger Halt her. Durch unsere kleine Gruppe konnten wir ohne große Umstände einen Halt einlegen und den Sonnenuntergang mit Blick auf die Berge genießen. Am Ende unseres ersten Tages haben wir im Atlas Gebirge übernachtet, welches nachts sogar im November schon gefühlt die Minus Grade erreicht hatte. Müde nach den ganzen Eindrücken und mit Vorfreude auf den nächsten Tag sind wir ins Bett gefallen.

Atlas Gebirge
Atlas Gebirge
Atlas Gebirge
Aït-Ben-Haddou

Am zweiten Tag haben wir das Dorf Aït-Ben-Haddou besucht, eines der ältesten Dörfer und ein gern gesehener Schauplatz in Hollywoodfilmen, wie z.B. in Gladiator oder in der Serie Game of Thrones. Im Laufe der Jahre wurde das Dorf für verschiedene Filme umgebaut. Am Eingang des Dorfes findet man ein riesen Tor, welches extra für einen Film erbaut wurde. Da die Stadt erst später als Weltkulturerbe deklariert wurde, steht das Tor heute noch da.  Jedoch kann man hier heute nicht mehr durch gehen und der Eingang der Stadt befindet sich auf der hinteren Seite des Dorfes. Die Umbauten für die späteren Filme, wie z.B. das Colusum für den Film Gladiator, mussten nach dem Dreh wieder abgebaut werden. Für den Besuch des Dorfes haben wir einen Guide genommen, der uns alles über dessen Geschichte erzählen konnte.

Aït-Ben-Haddou
Aït-Ben-Haddou
Aït-Ben-Haddou
Aït-Ben-Haddou
Die Marokkanische Wüste

Den Abend des zweiten Tages haben wir auf dem Rücken von Kamelen verbracht, die uns sicher zu unserem Camp gebracht haben. Die Wüste war eines der beeindruckendsten Dinge die wir in Marokko gesehen haben. Auch wenn wir uns nur am Anfang der Wüste befunden haben, war weit und breit nichts außer Sand zu sehen. Nachts haben die Dünen noch gelb im Mondschein geleuchtet. Es sah so unecht aus, dass wir erstmal die Düne besteigen mussten, um uns zu vergewissern, dass sie echt ist. Um halb 5 Uhr morgens hat dann der Wecker geklingelt, damit wir noch einen Blick auf Sterne werfen konnten und den bevorstehenden Sonnenaufgang zu genießen. Zurück auf dem Rücken der Kamele ging es zurück zu unserem Auto. Ein Päuschen um den Sonnenaufgang zu bewundern, durfte auf dem Weg zurück natürlich nicht fehlen.

Marokkannische Wüste
Kamelritt in der Wüste Marokkos
Wüste Marokkos
Wüste Marokkos
Kamelritt in der Wüste Marokkos

Auf diese Atemberaubende Erfahrung folgte ein Tag der nur aus Autofahren bestand. Das Land ist doch größer als gedacht. Dank meines Hörbuchs ging die Fahrt jedoch schnell vorbei. In Fes wurden wir dann von einem Mitarbeiter unseres Riads abgeholt, da wir den Weg alleine nicht gefunden hätten. Auf der Dachterrasse, mit Blick auf die Medina von Fes, haben wir bei einem leckeren Abendessen die Tour Revue passieren lassen.

Fazit der Tour

Es ist eine gute Möglichkeit um von Marrakesch nach Fes zu kommen und die schöne Landschaft auf dem Weg mitzunehmen. Wir hatten das Glück, dass nur zwei weitere Deutsche an der Tour teilgenommen hatten. Somit konnten wir immer recht sponatn halten und die Tour ein bisschen auf unsere Bedürfnisse anpassen.

Unser Tour Guide, der jeden immer Ali Baba genannt hat, sollte laut der Buchung fließend englisch sprechen. Schnell wurden wir auf die Boden der Tatsachen gebracht. Fließend war weit von seinem können entfernt. Wir konnten Fragen stellen, jedoch gerieten wir auch hier schnell an unsere verständigungs Grenzen. Auf dem Weg sind wir an einem Palast vorbei gekommen, welcher geschlossen war. Als wir fragten warum er „closed“ ist, meinte er wir würden noch extra zu einem Markt fahren wollen, in dem wir „clothes“ kaufen könnten. Schnell haben wir die Motivation verloren, konversation zu halten und haben die extra gebuchten Guides an den einzelnen Stops ausgefragt. Immer hin hat das Englisch gereicht, um ihm zu sagen, dass wir keine clothes kaufen möchten.

Die Unterkünfte der Tour waren voll mit anderen Tour-Teilnehmern, genau wie die Restaurants die wir unterwegs angefahren haben. An jedem Stop werdet ihr immer die gleichen Busse oder Autos mit Toursiten sehen. Alles zu erwarten bei solch einer Tour.

Das positive war, dadurch dass wir nur zu viert waren, konnten wir überall anhalten wo wir wollten. Dadurch hatten wir die Möglichkeit die Natur außerhalb der Touristenpunkte zu genießen.

Meinen Beitrag über Marrakesch findest du hier und allemeine Reisetipss zu Marokko habe ich dir hier verlinkt.

Wüstentour Marrakesch nach Fes

3 Kommentare bei „Wüstentour durch Marokko“

  1. Deine Fotos sind der Hammer! Ich mag vor allem das von dir mit dem Hoodie und dem Turban <3

  2. […] Bericht über unsere Tage in Marrakesch findest du hier und alles über unsere Wüstentour gibt es hier zu […]

  3. […] Im Vorfeld habe ich ich viel über Marokko gelesen, da ich anfänglich ein bisschen nervös über unser Reiseziel war. Die meiner Meinung nach wichtigsten Tipps bzw. allgemeinen Reisetipps für Marokko habe ich hier zusammen gefasst. Meinen Beitrag über unsere Wüstentour findest du hier. […]

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